CAM-Systemwechsel auf Fusion: Viel einfacher, als Sie denken
Das Wichtigste in Kürze
- Hohe Wartungskosten, Dateiformatprobleme und Insellösungen sind klare Signale für einen überfälligen CAM-Systemwechsel.
- Ein schleichender Übergang – neue Projekte in Fusion, laufende im Altsystem – vermeidet Produktionsstillstand.
- Fusion lässt sich ab nur 1.800 € pro Jahr in einem echten Projekt testen, bevor Sie sich für eine vollständige Umstellung entscheiden.

Wann ist ein CAM-Systemwechsel überfällig?
Nicht jedes CAM-System, das seit Jahren läuft, muss ersetzt werden. Aber es gibt vier Warnsignale, bei denen sich ein genauer Blick lohnt:
- Wartungskosten ohne Gegenwert: Sie zahlen mehrere Tausend Euro Wartungsgebühren pro Jahr – und bekommen dafür weder relevante Updates noch neue Funktionen.
- Veraltete Benutzeroberfläche: Die Software sieht aus wie Windows 98. Für erfahrene Mitarbeitende ist das Gewohnheit. Für neue Kolleginnen und Kollegen, die mit modernen Apps aufgewachsen sind, ist es eine echte Einstiegshürde.
- Dateiformatprobleme: CAD-Systeme wie CATIA oder SolidWorks bringen jährlich neue Dateiformate heraus. Wenn Ihr CAM-System diese nicht mehr zuverlässig öffnen kann, wird das für Lohnfertiger, die täglich mit Kundendaten aus unterschiedlichen Quellen arbeiten, zum kritischen Engpass.
- Insellösungen: CAD und CAM laufen bei unterschiedlichen Anbietern. Das bedeutet zwei Lizenzen, doppeltes Onboarding, Support von zwei Herstellern, unterbrochene Arbeitsabläufe und manuelle Dateikonvertierungen und -transfers.
Wenn Sie sich in einem oder mehreren dieser Punkte wiedererkennen, ist es Zeit, Alternativen ernsthaft zu prüfen.
So funktioniert der Übergang – ohne Produktionsstopp
Die wichtigste Empfehlung vorweg: Ein CAM-Systemwechsel muss kein harter Schnitt sein. Unsere Erfahrung aus zahlreichen begleiteten Systemwechseln zeigt: In der Praxis empfiehlt sich ein schleichender Übergang. Neue Projekte werden direkt in Fusion gestartet, laufende Projekte in der bisherigen Software fertiggestellt. So wächst Ihr Team ohne Druck in die neue Umgebung hinein, während die Produktion ungestört weiterläuft.
Als Autodesk-Partner begleitet AURON Unternehmen mit Fertigung bei genau diesem Prozess – vom ersten Testprojekt über Schulungen bis hin zur Postprozessor-Entwicklung.
Ausgangslage bestimmt den Einstieg
Wie leicht der Einstieg fällt, hängt davon ab, welches System Sie aktuell nutzen:
- Autodesk PowerMill oder FeatureCAM im Einsatz? Beide Produkte enthalten bereits eine Fusion-Lizenz inklusive Manufacturing Extension. Sie können Fusion sofort und ohne Zusatzkosten parallel nutzen. Falls nach Lizenzauslauf doch noch etwas in der alten Software geändert werden muss, bietet Autodesk sogenannte Flex-Token an – damit lässt sich FeatureCAM oder PowerMill für jeweils 24 Stunden freischalten.
- Wechsel von einem Fremdanbieter? Das Vorgehen ist dasselbe: neue Projekte in Fusion, bestehende im Altsystem abschließen. Wichtig ist hier die Planung: Leiten Sie den Wechsel frühzeitig ein, damit laufende Projekte noch sauber in der alten Umgebung fertiggestellt werden können, bevor die Lizenz ausläuft.
Datenmigration realistisch einplanen
Beim Systemwechsel fallen drei Kategorien von Bestandsdaten an, die Sie getrennt betrachten sollten:
Projektdaten: NC-Programme und Projekte aus anderen CAM-Systemen lassen sich in Fusion nicht öffnen – egal ob von Autodesk-Produkten oder Fremdanbietern. Deshalb gilt wie schon beschrieben: bestehende Projekte im Altsystem fertigstellen, neue von Anfang an in Fusion anlegen.
Werkzeugbibliotheken und Vorlagen: Werkzeugdaten, Fräsvorlagen und andere Templates müssen in Fusion neu angelegt werden. Wer bereits externe Werkzeugmanagement-Software wie Zoller, WinTool oder Evomecs einsetzt, hat es leichter: Für diese Systeme existieren Schnittstellen zu Fusion, über die sich Werkzeugdaten direkt übernehmen lassen. Templates hingegen müssen in jedem Fall manuell in Fusion aufgebaut werden – ein Aufwand, den Sie als eigenständigen Arbeitsblock einplanen sollten.
Postprozessoren: Für den Einstieg und erste Tests stellt Autodesk generische Postprozessoren zur Verfügung. Für den produktiven Dauerbetrieb brauchen die meisten Maschinen jedoch einen individuellen Postprozessor. AURON hat für viele gängige Maschinen-Steuerungs-Kombinationen eigene Vorlagen entwickelt, sodass die Postprozessor-Entwicklung in der Regel nur 1-2 Wochen dauert. Erfahren Sie mehr zu Postprozessoren von AURON.
Mitarbeitende rechtzeitig einarbeiten
Neben der Datenmigration gehört auch die Schulung Ihres Teams zum Übergang. Der Vorteil: Dank der intuitiven Bedienoberfläche von Fusion müssen Ihre Mitarbeitenden nicht wochenlang in Seminaren sitzen. In der Regel reichen wenige Schulungstage, um produktiv mit Fusion arbeiten zu können – parallel zum laufenden Betrieb mit dem Altsystem.
Niedriges Einstiegsrisiko: Fusion im echten Projekt testen
Bevor Sie über eine Migration nachdenken, stellt sich die grundlegendere Frage: Passt Fusion überhaupt zu Ihrem Betrieb? Und genau hier unterscheidet sich Fusion von den meisten Alternativen am Markt.
Testen statt kaufen
Fusion for Manufacturing kostet rund 1.800 Euro pro Jahr und Nutzer – alle Updates inbegriffen, keine zusätzlichen Wartungsgebühren. Das Paket schaltet den vollen CAM-Funktionsumfang von Fusion frei, inklusive 2D- bis 5-Achsen-Bearbeitung, Fräsen, Drehen, Drehfräsen und kostenlose Postprozessoren.
Das bedeutet konkret: Sie können Fusion parallel zu Ihrem bestehenden System in einem realen Projekt einsetzen. Kein theoretischer Test, sondern ein echter Proof of Concept an Ihrer Maschine, mit Ihren Bauteilen. Wenn Sie innerhalb eines Jahres feststellen, dass Fusion nicht passt, verlängern Sie einfach nicht. Verlust: 1.800 Euro.
Zum Vergleich: Bei vielen anderen CAM-Systemen müssen Sie eine Kauflizenz für mehrere Zehntausend Euro erwerben, um die Software produktiv nutzen zu können. Dazu kommen verpflichtend jährliche Wartungsgebühren im vierstelligen Bereich. Das Risiko bei Fusion dagegen ist verschwindend gering.
„Bei weniger als 2.000 Euro Invest hat bisher jeder Fertigungsleiter oder Chef gesagt: 'Okay, das probieren wir'. Dann erleben sie erstmal, welche Stärken Fusion hat und entscheiden sich meist recht schnell für den Umstieg.“
Eugen Ratke, Technischer Leiter CAM, AURON
Was den Umstieg auf Fusion leichter macht
Fusion ist nicht nur günstig im Einstieg – es gibt mehrere Eigenschaften, die den Systemwechsel selbst erleichtern:
Kurze Lernkurve: Im Vergleich zu vielen etablierten CAM-Systemen gilt Fusion als intuitiv und selbsterklärend. Wer CAM-Vorerfahrung hat oder bereits andere Autodesk-Produkte wie Inventor nutzt, findet sich besonders schnell zurecht – die Bedienlogik innerhalb des Autodesk-Kosmos ist bewusst einheitlich gehalten. Auch Mitarbeitende ohne Vorerfahrung werden in den Fusion-Schulungen von AURON innerhalb weniger Tage fit gemacht – die Einarbeitung lässt sich problemlos parallel zum laufenden Betrieb mit dem Altsystem organisieren. Ergänzend stellt Autodesk umfangreiche Online-Dokumentation und Selbststudium-Kurse zur Verfügung. Erfahren Sie mehr zu den Fusion-Schulungen bei AURON.
CAD und CAM in einer Plattform: Wer bisher mit getrennten CAD- und CAM-Systemen arbeitet, kennt den Aufwand. In Fusion entfällt dieser Medienbruch. Konstruktion und Fertigung arbeiten in derselben Umgebung, was den Einstieg und den Arbeitsalltag gleichermaßen vereinfacht.
Nahtlose Verbindung zu Inventor: Für Unternehmen, die mit Autodesk Inventor konstruieren, bietet die von AURON entwickelte Schnittstelle „CAD2CLD“ eine direkte Verbindung zwischen Inventor, Vault und Fusion. Bauteile können freigegeben oder gesperrt werden, Indexänderungen werden automatisch in Fusion gemeldet. Das macht Fusion zur natürlichen Erweiterung einer bestehenden Inventor-Umgebung – ohne Bruch im Datenmanagement.
Fazit: Der Wechsel ist planbarer, als Sie denken
Ein CAM-Systemwechsel ist keine Entscheidung, die man leichtfertig trifft. Aber er muss auch kein Großprojekt mit unkalkulierbarem Risiko sein. Mit einem schleichenden Übergang, einem Einstiegspreis von 1.800 Euro pro Jahr und der Möglichkeit, Fusion in einem echten Projekt zu testen, bevor Sie groß investieren, ist der Weg deutlich risikoärmer als bei den meisten Alternativen.
Wenn Sie herausfinden möchten, ob Fusion zu Ihrem Betrieb und Ihren Maschinen passt, vereinbaren Sie eine unverbindliche Software-Demo mit AURON. Unsere Experten zeigen Ihnen Fusion direkt an einem praxisnahen Beispiel – abgestimmt auf Ihre Fertigung. Senden Sie uns hier Ihre Anfrage.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Kann ich Autodesk Fusion parallel zu meinem bestehenden CAM-System nutzen?
Ja, und genau das ist die empfohlene Vorgehensweise. Sie starten neue Projekte in Fusion und stellen laufende Projekte in Ihrer bisherigen Software fertig. So lernen Sie Fusion im produktiven Einsatz kennen, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen. Wer aktuell FeatureCAM oder PowerMill nutzt, hat Fusion for Manufacturing sogar bereits in der Lizenz enthalten.
Was kostet der Einstieg in Autodesk Fusion für die Fertigung?
Fusion for Manufacturing kostet rund 1.800 Euro pro Jahr und Nutzer – alle Updates inbegriffen, keine separaten Wartungsgebühren. Wenn Fusion nach einem Jahr nicht überzeugt, verlängern Sie einfach nicht.
Lassen sich Daten aus anderen CAM-Systemen in Fusion übernehmen?
Das hängt von der Art der Daten ab. Projektdaten wie NC-Programme lassen sich nicht übernehmen – bestehende Projekte sollten im Altsystem fertiggestellt werden. Werkzeugdaten können über Schnittstellen zu Werkzeugmanagement-Software wie Zoller, WinTool oder Evomecs importiert werden. Templates müssen manuell in Fusion neu angelegt werden. Postprozessoren müssen ebenfalls neu erstellt werden, wobei AURON für viele Maschinen-Steuerungs-Kombinationen bereits Vorlagen bereithält.
Brauche ich beim CAM-Systemwechsel auf Autodesk Fusion einen neuen Postprozessor?
Für erste Tests stellt Autodesk generische Postprozessoren zur Verfügung. Für den produktiven Dauerbetrieb benötigen die meisten Maschinen jedoch einen individuellen Postprozessor. AURON hat für viele gängige Kombinationen aus Maschine und Steuerung eigene Vorlagen entwickelt, sodass die Entwicklung in der Regel nur ein bis zwei Wochen dauert.
Wie lange dauert es, bis mein Team nach einem CAM-Systemwechsel mit Fusion produktiv arbeiten kann?
Fusion gilt als besonders intuitiv und ist deutlich schneller erlernbar als viele etablierte CAM-Systeme. Wer bereits andere Autodesk-Produkte nutzt, findet sich dank der einheitlichen Bedienlogik besonders schnell zurecht. In den CAM-Schulungen von AURON werden auch Mitarbeitende ohne Vorerfahrung innerhalb weniger Tage fit gemacht.



