Alfred Härer: CAM-Systemwechsel auf Fusion, mit Senkerodiermodul
Wie der Druckguss-Werkzeugbauer seine CAM-Landschaft bei laufender Produktion auf Autodesk Fusion umgestellt hat – inklusive des AURON Senkerodiermoduls als Erstanwender.
Der Kunde
Die Alfred Härer GmbH aus Lorch bei Stuttgart entwickelt und produziert komplexe Druckguss-Werkzeuge. Neben kompletten Werkzeugen fertigt das Unternehmen Bestückungen für diese Werkzeuge; Reparatur, Instandhaltung und Wartung gehören ebenfalls zum Produktportfolio. Damit deckt Härer den gesamten Lebenszyklus eines Werkzeugs ab – von der Entwicklung über die Fertigung bis zur Betreuung im Einsatz.
Die Herausforderung
Härer wollte die eigenen Prozesse und Abläufe konsequent digitalisieren und die Schnittstellen zwischen Entwicklung und Fertigung schließen. Ein zentrales Ziel: die Programmierung wieder näher an die Maschine bringen, damit CAM-Programme für das Fräsen und für die Funkenbearbeitung direkt vor Ort an der Maschine entstehen können.
Aus Sicht der Fertigung kamen weitere Anforderungen hinzu: die Softwarelandschaft vereinfachen, die laufenden Kosten senken und die CAM-Prozesse flexibler aufstellen. Das Senkerodieren spielte bei der Auswahl einer neuen Lösung von Anfang an eine wichtige Rolle – ein Bereich, der in Standard-CAM-Umgebungen häufig nur eingeschränkt abgebildet ist. Und die Umstellung musste bei laufender Produktion gelingen, ohne Stillstand in der Fertigung.
„Wir wollten vor allem noch mal ganz intensiv in die Prozesse und Ablaufoptimierung reingehen und das stärker digitalisieren – mit dem Ziel, dass wir von der Entwicklung bis zur Fertigung unsere Schnittstellen optimieren.“
Christoph Härer, Geschäftsführer Alfred Härer GmbH
Die Lösung
Härer entschied sich für Autodesk Fusion als gemeinsame CAD-CAM-Plattform und löste damit die bisherige CAM-Lösung ab. Für das Unternehmen war früh klar, dass die Softwareauswahl allein den Projekterfolg nicht sichert: Gesucht war ein Partner, der die Einführung, die Postprozessoren, die Schulungen und die technischen Fragen im Tagesgeschäft mitträgt.
AURON begleitete die Umstellung Schritt für Schritt an den realen Bauteilen des Unternehmens statt an Beispieldaten. Neben der Programmierung selbst wurden Werkzeugdaten, Vorlagen, Dokumentation und die Messabläufe angepasst. Zusätzlich konnte Härer als erster Kunde das direkt in Fusion integrierte AURON Senkerodiermodul im Produktionsalltag testen und an dessen Entwicklung mitwirken.
Der Nutzen für Alfred Härer:
- Umstellung bei laufender Produktion ohne Fertigungsstillstand
- Eine Plattform für CAD und CAM statt getrennter Systeme
- Senkerodieren integriert direkt in Fusion, ohne separaten Programmierweg
- Eigene Standards aus Vorlagen, Werkzeugdaten und Ablagestruktur
- Fester Ansprechpartner für Programmierfragen und technische Themen
Das Ergebnis
Heute läuft die komplette CAM-Programmierung von Härer über Fusion. Das Unternehmen hat seine Abläufe stärker standardisiert und dafür eigene Vorlagen, Werkzeugdaten und eine einheitliche Ablagestruktur aufgebaut – Standards, die das Team im laufenden Betrieb weiterentwickelt.
Sichtbar wird der Effekt auch in der Zusammenarbeit zwischen den Bereichen: Die Mitarbeitenden in der Fertigung können die Bearbeitung in Fusion deutlich besser nachvollziehen. Programmierung und Fertigung arbeiten dadurch enger zusammen, und die Programmierung ist näher an die Maschine gerückt – genau das Ziel, das die Geschäftsführung zu Beginn formuliert hatte.
Krisztian Posa, Projektleiter Werkzeugbau bei Alfred Härer, zieht als Fazit: „Natürlich war die Umstellung mit viel Arbeit verbunden und es lief auch nicht gleich alles perfekt. Doch wir haben bei AURON direkt einen Ansprechpartner und finden immer schnell gemeinsam Lösungen. Der Wechsel war für uns genau der richtige Schritt.“
Lassen Sie sich persönlich beraten

Michael Schwab
/
Geschäftsleitung



